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Verteilnetz der Zukunft

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9 Jahre 11 Monate her - 9 Jahre 11 Monate her #1463 von GKN
Verteilnetz der Zukunft wurde erstellt von GKN
Hallo zusammen

Wie sieht ihr das Verteilnetz 0.4kV der Zukunft? Ich denke da nicht an 10 Jahre, eher an 40 Jahre. Habt ihr das Gefühl, die heutige Bauweise ist in 40 Jahren noch zeitgemäss? Schliesslich spricht alles von Photovoltaik und Speicher? Braucht das Einfamilienhaus der Zukunft überhaupt noch ein Verteilnetz, oder wird es autark sein? Gewerbe- und Industriezonen werden das kaum schaffen, aber EFH? Sollten wir nicht wegkommen von aufwendigen und sehr teuren Grundstückerschliessungen? Können wir die jetzige Bauweise überhaupt noch finanzieren (Netzdurchleitung)? Bewegen wir uns gerade in eine tragische Sackgasse, ergeht es uns wie seinerzeit Kodak als sie rechtzeitig den Anschluss an neue Speicherkartentechnologie verpasst haben?

Gruss GKN
Letzte Änderung: 9 Jahre 11 Monate her von GKN.

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9 Jahre 11 Monate her #1464 von OebeGuru
Sali GKN

Was du beschreibst in in unserem nördlichen Nachbarland zum Teil schon Realität. Netze so zu bauen wie es früher einmal logisch war, muss heute in Frage gestellt werden. Die dezentrale Energieversorgung stellt uns vor grosse Probleme. Ich kenne in Süddeutschland Quartiere, da hat jedes zweite Gebäude eine PV Anlage von grösser 10kW auf dem Dach. Ganze Energiedörfer entstehen. Das EVU muss die Energie abnehmen und gleichzeitig die Spannungsqualität sichern. Mit Trafokreisen von 300-500m schlicht unmöglich. Die damit verbundene Spannungsanhebung und Netzschwankungen können nur mit stabilen Netzverhältnissen aufrecht erhalten werden.

Auf entgegengerichtete Energieflüsse sind unsere Schutzeinrichtungen teilweise nicht eingerichtet und so kommt es, dass Ortsnetzstationen Energie zurück ins Übertragungsnetz pumpen. Ich weiss von einem Fall, dass an schönen Sonntagmittagen ein ganzes Umspannwerk Energie in das 110kV Netz rückliefert. Vor Jahren noch unvorstellbar.

Mir scheint es, dass die Branche derzeit noch in einem Dämmerschlaf verweilt und die Angelegenheit noch nicht die Aufmerksamkeit erhält die sie verdienen würde. Speziell bei der Aus- und Weiterbildung der Netzelektriker sollte dieses Kapitel endlich aufgeschlagen werden.

Artikel von Anlagen im Umkreis von 10km von meinem Zuhause entfernt:
www.tritec-energy.com/de/referenzanlagen...-solarpark-klettgau/
www.wege-zum-bioenergiedorf.de/index.php...ID=0&KID=24&firma=74
www.wege-zum-bioenergiedorf.de/index.php...D=0&KID=24&firma=105
www.wege-zum-bioenergiedorf.de/index.php...ID=0&KID=24&firma=30

Gruss OebeGuru

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9 Jahre 11 Monate her - 9 Jahre 11 Monate her #1465 von Oberwelle
Moin..

oh das ließt sich sehr "schön"..
Ich der Schweiz scheint die Elektrowelt noch fast in Ordnung zu sein.. :)

In Deutschland ist es fast die Regel, daß Umspannwerke auf dem Land nur noch die Spannung regeln bzw. nach "oben" abtransportieren.
Wir mussten schon ein Umspanner 32/40MVA 110/20kV erneuern, weil die Leistung nicht mehr ausreichte.
Also Leistungsrichtung nach "oben". :blink:

Eine vor ein paar Jahren gebaute 110kV Leitung in einem Ring reicht bald nicht mehr aus, weil sich da jetzt ein 3´te Windpark anschließt..

Ob sich allerdings die 400V Ebene ändert bezweifele ich, der Energieverbrauch wird ja nicht kleiner, die Einspeiseleistung steigt auch.
In der Städtischen Energieverteilung sieht das natürlich komplett anders aus, sehr wenige Einspeiser, relativ viele Verbraucher.
Dafür steigt ständig der Oberschwingungsgehalt in Gewerbegebieten, wobei sich die Oberschwingungen zum Gluck auch gegenseitig kompensieren können, wenn unterschiedliche unsymmetrische Verbraucher zugeschaltet sind.

Aber zum Leitungsschutz: Der überwacht doch nicht die Energieflußrichtung.
Was aber passieren kann, das Schutzgeräte die den Fehlerort bestimmen falsch rechnen, da die Spannung nicht mehr erwartungsgemäß beim Fehler einbricht..
Und dann sind da noch die Kurzschlußanzeiger, die dann auch von Richtung Einspeiser zur Fehlerstelle anzeigen. :S


Grüße OW

PS: Speicher sind nicht nur sehr teuer... www.vdi-nachrichten.com/Technik-Gesellsc...ilienhaeuser-brennen
Letzte Änderung: 9 Jahre 11 Monate her von Oberwelle.

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9 Jahre 11 Monate her - 9 Jahre 11 Monate her #1466 von GKN
GKN antwortete auf Verteilnetz der Zukunft
Das ist interessant was ihr da von PV erzählt, jedoch bei uns im Netz auch bereits Realität und nichts neues B) Fazit, das Verteilnetz bei dieser Konstellation braucht es. Energiefluss ist letztendlich nicht entscheidend.

Meine Frage zielte in die Richtung PV kombiniert mit Speicher. Sollte es der Industrie gelingen, wirtschaftlich und technische interessante Produkte (PV mit Speicher kombiniert) auf den Markt zu bringen, dann und erst dann sehe ich Probleme im Verteilnetz 0.4kV! Theoretisch ist es möglich, das einzelne EFH oder auch EFH-Quartiere autark werden. Es braucht dann kein Verteilnetz 0.4kV mehr. Für wie realistisch haltet ihr das?
Letzte Änderung: 9 Jahre 11 Monate her von GKN.

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9 Jahre 11 Monate her #1467 von Kabelhund
Hallo allerseits

Klar, warum soll das nicht möglich sein? Theoretisch ist es ja möglich eine Brennstoffzelle mit einer PV Anlage mit Energie zu versorgen... Salopp beschrieben wird wenn die Sonne scheint das Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff gespalten und wenn's dann regnet verbrannt und so Energie freigesetzt...

Dann lassen wir die Wissenschaftler mal tüfteln. :silly: Kann mir durchaus vorstellen, dass es ein Verteilnetz in der heutigen Form künftig nicht mehr braucht...

Die Zukunft bleibt spannend

Gruss in die Netzbauwelt! Haltet die Spannung hoch!!!

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9 Jahre 11 Monate her #1473 von GKN
GKN antwortete auf Verteilnetz der Zukunft
Habe noch ein bisschen recherchiert ...

www.energie-experten.ch/bauen/bauen/das-...tent=Mailing_8649341

Sollte das praxistauglich werden, müssen derzeitige Investitionen in das Verteilnetz gut überlegt sein.

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